Museum Ulm Logo HfG Archiv Ulm

Am Hochsträß 8, 89081 Ulm

Das HfG-Archiv bleibt bis zum 19. April für den Publikumsverkehr geschlossen.

Aktuelles Aktuelles

Aktuelles

Denken im System

Designer in Residence-Programm des HfG-Archiv Ulm

 

In diesem Frühjahr wird der Produktgestalter Simon Hettler für drei Monate auf dem historischen Campus der ehemaligen Hochschule für Gestaltung leben und arbeiten.

Im vergangenen Dezember hat das HfG-Archiv Ulm zum zweiten Mal sein Designer-in-Residence-Programm ausgeschrieben. Mit dieser Reihe verfolgt das HfG-Archiv das Ziel, die eigene Doppelfunktion als Museum und Archiv in den Räumen der einstigen Ausbildungsstätte mit zeitgenössischer Designforschung und -vermittlung zu verbinden.

Nun hat die Jury getagt: Simon Hettler, Produktgestalter aus München, wird in diesem Frühjahr in den historischen Räumen leben und arbeiten.Das diesjährige Residence-Programm hat das „Denken im System“ zum Thema. Damit knüpft es an die Arbeit des Designers und Architekten Hans Gugelot an (1920-1965), dem das HfG-Archiv anlässlich seines 100. Geburtstages im April 2020 eine Ausstellung widmet.

Insgesamt hatten sich 22 Bewerber für das Designer-in-Residence-Programm des HfG-Archvs beworben, darunter Interessenten aus Ägypten, Chile, Spanien, Uruguay, Deutschland und Italien. Der Produktgestalter Simon Hettler überzeugte mit einem Programm, das eng an die Prinzipien der Ulmer Hochschule für Gestaltung (1953-1968) anknüpft und dabei grundlegende Fragestellungen in unsere Zeit überträgt. 

 

Simon Hettler studierte Produktgestaltung und Strategische Gestaltung an der HfG Schwäbisch Gmünd. In seinem Studium beschäftigte er sich mit Fragen der Nachhaltigkeit sowie der Begründbarkeit von Gestaltung in fachfremden Kontexten. Seine Arbeiten befinden sich an der Schnittstelle zwischen Gestaltung, Strategie und Forschung.

weitere Informationen und Kontakt: simonhettler.com / hello@simonhettler.com

 

Für das Ulmer Projekt greift er die bereits an der HfG gestellte Frage nach den Möglichkeiten und Grenzen eines wissenschaftlich unterstützten Designprozesses auf und setzt diese in einen zeitgenössischen Kontext: Inwieweit ist eine Versachlichung der Gestaltungsarbeit innerhalb der Produktgestaltung durch den Einsatz neuer Technologien möglich?

Im Lauf des Projektes werden berechenbare Parameter in der Gestaltung bestimmt und auf Basis von Machine Learning Algorithmen Programme entwickelt, die Ge­stalter/innen im Gestaltungsprozess unterstützen.

Über das gesamte Projekt hinweg sollen prototypisch Artefakte entste­hen, die einen Eindruck geben können, welchen Einfluss diese neuen Mög­lichkeiten der Berechenbarkeit auf die Gestalt der Produkte haben.