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Öffnungszeiten: Di - So 11 — 17 Uhr; Do 11 — 20 Uhr; Mo geschlossen
Designer in Residence de

Designer in Residence —
ein Programm des HfG-Archiv Ulm

 

Das Programm

Seit 2011 befindet sich das Archiv der ehemaligen Hochschule für Gestaltung Ulm (HfG) in den denkmalgeschützten Räumen der einstigen Designschule auf dem Ulmer Kuhberg. Das Archiv ist seit 1993 dem städtischen Museum Ulm mit einem Bestand angegliedert, der sich aus 6.500 Grafiken, 350 Modellen, 11.000 Fotografien und 30.000 Schriftdokumenten zusammensetzt. In seiner Doppelfunktion als Museum und Archiv hat das HfG-Archiv die Aufgabe, Inhalte und Bedeutung der Hochschule einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Dies geschieht durch das Bereitstellen archivarischer Bestände für externe Forscher_innen sowie durch die eigene wissenschaftliche Bearbeitung, deren Ergebnisse in Wechselausstellungen, Publikationen und Symposien einfließen.

„Bis heute ist die HfG Vorbild für die Ausbildung von Gestaltern, sie definierte das Berufsbild des Designers und zahlreiche ihrer Gestaltungsgrundsätze wirken bis in die Gegenwart fort“ (Rinker 2009, to ulm up, S.2).

Mit der Reihe Designer in Residence verfolgt das HfG-Archiv das Ziel, die eigene Doppelfunktion als Museum und Archiv in den Räumen der einstigen Ausbildungsstätte mit zeitgenössischer Designforschung und -vermittlung zu verbinden.

Unter der Vorgabe gegenwartsrelevanter Themen pro Residence entfaltet sich das Potenzial des Programms: Zum einen bietet sich internationalen Designtalenten, die am Beginn ihrer Karriere stehen, die Gelegenheit der persönlichen, kreativen Weiterentwicklung und Profilierung in einem einmaligen Umfeld der national und international bedeutsamen Designentwicklung der Nachkriegszeit. Die Sammlung zur ehemaligen HfG Ulm ist hierfür Ausgangspunkt und Inspiration. Zum anderen ist es nicht nur Anliegen, sondern auch Aufgabe der bewahrenden Einrichtung, das kulturelle Erbe der ehemaligen HfG Ulm in die Gegenwart zu führen. Das bedeutet, durch Teilhabe und Forschung das HfG Erbe zu vermitteln und anhand zeitgenössischer Themen zu befragen – und nicht zuletzt: den historischen zu einem lebendigen Ort der Auseinandersetzung zu machen.

Die erste Residence fand im Herbst 2018 statt, Schwerpunkt-Thema war dabei „Gender Design“. Anfang 2019 fand zu diesem Thema die Ausstellung „Nicht mein Ding — Gender im Design“ statt, die sich diesem Ansatz widmete und unter Einbezug der Residence-Ergebnisse eine Plattform zur Diskussion war.

 

Wer ist gefragt?

Durch eine internationale Ausschreibung sind Designer_innen dazu aufgefordert, sich um ein dreimonatiges Residence-Stipendium zu bewerben, welches zu einer experimentellen, technischen, künstlerischen, wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit dem HfG-Erbe unter zeitgenössischem Bezug einlädt. Die rein wissenschaftliche Auseinandersetzung ist insbesondere durch interne und externe Forschung (Archivbesuch, Publikationsanfragen, Ausstellungen, usw.) bereits gegeben. Deshalb richtet sich das Programm explizit und zur Förderung des Nachwuchses an Persönlichkeiten aus der Gestaltungspraxis und / oder an der Schnittstelle zur angewandten Designforschung. Die Bereiche orientieren sich an den an der HfG Ulm historisch vertretenen Unterrichtsbereichen, die auch die Sammlung des Archivs bestimmen: Architektur, Visuelle Kommunikation, Produktgestaltung, Fotografie, Information, Film. Ebenso sind spartenübergreifende Zugänge willkommen.

 

Was wird mit dem Stipendium geboten?

Der per Jury ausgewählten Person werden folgende Leistungen als dreimonatiges Stipendium durch das HfG-Archiv Ulm angeboten:

  • monatliches finanzielles Stipendium i. H. v. 1.200 €
  • Budget für Arbeitsmaterialien (nach Absprache)
  • einmalige Reisekostenerstattung (An- und Abreise von / nach Ulm) entsprechend einer Bahnfahrt 2. Klasse bzw. bei einer Reisezeit von über 6 Stunden die Flugkosten in der niedrigsten Flugklasse (Economy oder vergleichbare Klasse)
  • Arbeitsräume im HfG-Archiv, Zugang zu Werkstätten, Rechercheunterstützung
  • kostenloser Wohnraum in einem der ehemaligen Dozentenhäuser unmittelbar neben der ehemaligen HfG Ulm, freundlicherweise zur Verfügung gestellt durch die Stiftung HfG Ulm
  • Unterstützung bei der Öffentlichkeitsarbeit und ggf. Kontakt mit lokalen Partnern sowie Präsentations- und Gesprächsmöglichkeiten
  • Präsentation der Residence-Ergebnisse im HfG-Archiv / Museum Ulm

 

Was ist mit der Annahme des Stipendiums verbunden?

  • eigenverantwortlich: gültige bestehende Kranken- und Haftpflichtversicherung, ggf. Beschaffung eines Visums für den Aufenthalt in Ulm, Lebenshaltung und Verpflegung
  • dreimonatige Anwesenheitszeit in Ulm (nach Absprache)
  • Beschaffung von Arbeitsmaterialien (mit Unterstützung durch das HfG-Archiv)
  • Dokumentation der eigenen Arbeitsprozesse und -ergebnisse mit dem Ziel, diese in der folgenden Ausstellung sichtbar zu machen (Form offen)

Nächste Ausschreibung

Für das Jahr 2020 ist eine neue Ausschreibung geplant. Einzelheiten entnehmen Sie bitte ab ca. September 2019 unserer Webseite.