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Nachlass Otl Aicher

Nachlass Otl Aicher

Otl Aicher (1922-1991) war Mitbegründer, zeitweiliger Rektor und einer der wichtigsten Dozenten der HfG Ulm. Als Leiter der Abteilung Visuelle Kommunikation setzte er entscheidende Maßstäbe im Bereich des Grafik-Design und in der Gestaltung. Zusammen mit den Mitarbeitern seiner Entwicklungsgruppe »E5« schuf er an der Hochschule visuelle Erscheinungsbilder für die Firma Braun und für die Deutsche Lufthansa. 1968 wurde er zum Gestaltungsbeauftragten der Olympischen Spiele in München ernannt. Weiterhin realisierte er Projekte für die Bayerische Rückversicherung, Bulthaup, Dresdner Bank, ERCO-Leuchten, Flughafen Frankfurt, FSB, Westdeutsche Landesbank und ZDF. Seine seit 1968 entwickelten Piktogramme avancierten innerhalb kurzer Zeit zu einem internationalen Bildzeichensystem. Otl Aicher ist ferner als Fotograf und Autor zahlreicher kulturkritischer Schriften bekannt.

Der Werknachlaß Otl Aichers wurde im Sommer 1996 von der Familie Aicher-Scholl an das Ulmer Museum/HfG-Archiv übergeben. Er umfaßt Korrespondenz zu rund 350 Projekten, 4.000 Plakate, 27.000 Entwurfsblätter, 30.000 Dias sowie zahlreiche Ausstellungstafeln, Fotos, Negative und Schriften. Die Materialien wurden konservatorisch gesichert und in Form einer komplexen Datenbank wissenschaftlich aufgearbeitet.

Das Otl Aicher-Archiv ist im HfG-Archiv integriert. Alle Materialien können im Rahmen wissenschaftlicher Arbeit eingesehen werden. Die Publikationen Otl Aichers sind in einer Präsenzbibliothek zugänglich. Eine kleine Dauerausstellung gibt Einblicke in das umfangreiche Werk des Gestalters.