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DiR 2020: Denken im System

Denken im System

Designer in Residence-Programm des HfG-Archiv Ulm

In diesem Frühjahr lebt und arbeitet der Gestalter Simon Hettler für drei Monate auf dem historischen Campus der ehemaligen Hochschule für Gestaltung.

Mit der Reihe „Designer in Residence“ verfolgt das HfG-Archiv das Ziel, die eigene Doppelfunktion als Museum und Archiv in den Räumen der einstigen Ausbildungsstätte mit zeitgenössischer Designforschung und -vermittlung zu verbinden. Das diesjährige Residence-Programm hat das „Denken im System“ zum Thema. Damit knüpft es an die Arbeit des Designers und Architekten Hans Gugelot an (1920-1965), dem das HfG-Archiv anlässlich seines 100. Geburtstages im April 2020 eine Ausstellung widmet.

 

Simon Hettler studierte Produktgestaltung und Strategische Gestaltung an der HfG Schwäbisch Gmünd. In seinem Studium beschäftigte er sich mit Fragen der Nachhaltigkeit sowie der Begründbarkeit von Gestaltung in fachfremden Kontexten. Seine Arbeiten befinden sich an der Schnittstelle zwischen Gestaltung, Strategie und Forschung.

Für das Ulmer Projekt greift er die bereits an der HfG gestellte Frage nach den Möglichkeiten und Grenzen eines wissenschaftlich unterstützten Designprozesses auf und setzt diese in einen zeitgenössischen Kontext: Inwieweit ist eine Versachlichung der Gestaltungsarbeit innerhalb der Produktgestaltung durch den Einsatz neuer Technologien möglich?

Im Lauf des Projektes werden berechenbare Parameter in der Gestaltung bestimmt und auf Basis von Machine Learning Algorithmen Programme entwickelt, die Ge­stalter/innen im Gestaltungsprozess unterstützen.

Über das gesamte Projekt hinweg sollen prototypisch Artefakte entste­hen, die einen Eindruck geben können, welchen Einfluss diese neuen Mög­lichkeiten der Berechenbarkeit auf die Gestalt der Produkte haben.