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Am Hochsträss 8, 89081 Ulm

Öffnungszeiten: Di - So und Feiertags 11 — 17 Uhr; Do 11 — 20 Uhr; Mo geschlossen

Sonderausstellungen

Sonderausstellungen:

28. Juni bis 27. Oktobe 2019

BAUHAUS ULM: Von Peterhans bis Maldonado

 

Ausstellungsadresse: HfG-Archiv, Am Hochsträss 8, 89081 Ulm

Verlängert bis zum 27. Oktober 2019!

100 Jahre nach der Gründung des Bauhauses blickt das HfG-Archiv auf die Jahre zwischen 1953 und 1958. In dieser Zeit war die Grundlehre an der Hochschule für Gestaltung Ulm (HfG) geprägt von pädagogischen Ideen, die das Bauhaus für seinen Vorkurs entwickelt hatte.

Max Bill, Mitbegründer und Architekt des Hochschulgebäudes, war es mit Inge Aicher-Scholl und Otl Aicher gelungen, die ehemaligen Bauhäusler Walter Peterhans, Josef Albers, Helene Nonné-Schmidt und Johannes Itten als Dozenten für die HfG Ulm zu gewinnen.

Bald zeichnete sich ab, dass die jüngeren Dozenten eine Bauhaus-Nachfolge ablehnten. Das gilt auch für die Grundlehre, für die Tomás Maldonado eine „Visuelle Methodik“ konzipierte.

Der Bestand des HfG-Archivs an Grundlehre-Arbeiten ist weltweit einmalig. Zum Bauhaus-Jubiläum präsentiert es daraus eine großzügige Auswahl, ergänzt um Dokumente, Fotografien und Modelle, die Methoden und Ziele dieses für viele entscheidenden Ausbildungsjahrs veranschaulicht.

Die Ausstellung interessiert sich für die Frage, welche Vorstellung vom Bauhaus an der HfG Ulm vermittelt wurde und was die Studierenden darüber erfahren haben. Anders als heute, war das Bauhaus in Dessau 1953, dem Gründungsjahr der HfG Ulm, kein strahlend restauriertes Baudenkmal oder ein Touristenmagnet, sondern nahezu eine Ruine.

Auf die zahlreichen Bezüge zum Bauhaus weist auch die Namenswahl hin. „Hochschule für Gestaltung“, so lautete der Beiname des Staatlichen Bauhauses Dessau, das mit dem Umzug von Weimar nach Dessau Hochschulstatus erlangt hatte. Von Walter Gropius erhielt Bill die Zustimmung, diese Bezeichnung für Ulm zu verwenden. Doch Bill denkt weiter: Da er von den Bestrebungen anderer weiß, den Namen Bauhaus zu verwenden, schlägt er in einem Brief an Inge Aicher-Scholl vor, für Ulm den Namen „Bauhaus“ zu wählen. Diesem Umstand verdankt die Ausstellung des HfG-Archivs ihren Titel „Bauhaus Ulm“.

Die Ausstellung wird durch ein umfassendes Veranstaltungsproramm begleitet