HfG-Archiv Ulm
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HfG-Archiv

Forschung

Das HfG-Archiv initiiert und unterstützt regelmäßig Forschungsprojekte, die sich mit der Geschichte der Ulmer Hochschule befassen.

Forschungsprojekt VolkswagenStiftung

Gestaltung ausstellen: Die Sichtbarkeit der HfG Ulm: Von Ulm nach Montréal

Zwischen 1955 und 1967 konzipierte die HfG Ulm vier Ausstellungen, die regional, national und international, zuletzt auf der Weltausstellung in Montréal, große Beachtung fanden.

Das dazu im HfG-Archiv vorhandene Material diente in diesem Forschungsprojekt als Grundlage für eine Thematisierung von Fragen der Gestaltung in der geistes- und sozialwissenschaftlichen Forschung. Hier kann die HfG als Vorreiter bezeichnet werden.

Im Rahmen des Projektes entstanden zwei Dissertationen, die Ausstellung HfG Ulm: Ausstellungsfieber sowie eine Projekt-Webseite.

Gefördertes Forschungsprojekt innerhalb der Initiative „Forschung in Museen“ der VolkswagenStiftung

Designer in Residence 2020

AI Aided Design: Simon Hettler

Er studierte Produktgestaltung und Strategische Gestaltung an der HfG Schwäbisch Gmünd. In seinem Studium beschäftigte er sich mit Fragen der Nachhaltigkeit sowie der Begründbarkeit von Gestaltung in fachfremden Kontexten. Seine Arbeiten befinden sich an der Schnittstelle zwischen Gestaltung, Strategie und Forschung.

Ausgehend von den Überlegungen an der HfG Ulm, wie man den Designprozess systematisieren und wissenschaftlich begleiten könne, hat sich Simon Hettler aus München 2020 mit dieser Thematik über 50 Jahre nach Schließung der Ulmer Designhochschule auseinandergesetzt.

Im Rahmen des Projekts „AI aided Design − Artificial Intelligence aided Design“ − suchte er nach Möglichkeiten und Grenzen, Gestalter*innen im Designprozess durch künstliche Intelligenz zu unterstützen. Sehen und hören Sie mehr hierzu.

 

 

Designer in Residence 2018

Gender Design: Olivia Daigenault Deschêne

Geboren in Montreal, absolvierte sie 2018 ihren Master in Architektur an der University of British Columbia in Vancouver, Kanada. Zur Zeit arbeitet sie in einem Architekturbüro in Montreal. Zuvor schloss sie ihr Bachelorstudium in Architektur an der University of Montreal ab (2015) und studierte 2017 für ein Auslandssemester an der Lund Universität in Schweden.

Olivia Daigenault Deschêne ist leidenschaftlich interessiert an Gender Studies und feministischen Theorien und versucht, verschiedene Wege des Feminismus in Architektur und Design zu durchdringen. In ihrer Praxis untersucht sie Methoden der Architekturgestaltung als potenzielle Werkzeuge für Aktivismus und kritisches feministisches Wissen.

Im Herbst 2018 wurde Olivia Daigenault Deschêne vom HfG-Archiv Ulm, von der Stiftung für Gestaltung HfG Ulm und von Prof. Dr. em. Uta Brandes (themen- spezifisches Jurymitglied) als erste Stipendiatin des Residence-Programms ausgewählt und eingeladen.

„Zeig‘ mir wie du isst und ich sag‘ dir wer du bist“:
Was sagt es über uns aus, wie wir essen und womit? Abgesehen davon, dass es auf der Welt verschiedene Tischkulturen gibt, ist das Essen eine Tätigkeit, bei der wir soziale, insbesondere auch Geschlechterrollen ausüben bzw. ‚perfomen‘.

Inspiriert vom täglichen Mittagessen in der ehemaligen HfG-Mensa und aus einer feministisch-kritischen Perspektive studierte Olivia Daigneault Deschênes Fotobestände und Archivalien in Bezug auf die Themen Sitzen und Besteck-Design, sowie die Architektur der Bill-Mensa. Die Ergebnisse ihrer Untersuchungen sind Studien, Performances, Entwürfe und Modelle einer angewandten Designforschung, keine funktionalen Gestaltungslösungen – in Bezug auf geschlechtsspezifisches Rollenverhalten legen sie offen, spitzen zu, bis hin zu einem Karikieren stereotyper Erwartungshaltungen. Präsentiert wurden die Ergebnisse in der Sonderausstellung „Nicht mein Ding – Gender im Design“ im HfG-Archiv.

Persönlicher Rückblick:
„Für drei Monate auf dem HfG-Campus zu leben erlaubte mir, mich in einem inspirierenden Umfeld verstärkt mit den Themen Feminismus und Architektur zu beschäftigen. Auf Grund meines Interesses, mittels Design patriarchiale Strukturen des Alltags offenzulegen, entschied ich mich dafür, auf das Thema Essen und dessen Verhältnis zu ‚Gender‘ zu fokussieren. Am meisten inspiriert hat mich dazu die Gestaltung der HfG-Mensa von Max Bill. Für eine feministisch-kritische Perspektive wende ich in meinem Projekt ‚Zeig‘ mir wie du isst und ich sag‘ dir, wer du bist‘ Performance und ‚critical thinking‘ als Designmethoden an.“ Olivia Daigneault Deschênes

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