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Am Hochsträss 8, 89081 Ulm

Öffnungszeiten: Di - So und Feiertags 11 — 17 Uhr; Do 11 — 20 Uhr; Mo geschlossen

Rückblick

Rückblick: 15. Februar 2019 — 19. Mai 2019

Nicht mein Ding – Gender im Design

Gender [d͜ʃɛndɐ], das Substantiv, Neutrum
Geschlechtsidentität des Menschen als soziale Kategorie (z. B. im Hinblick auf seine Selbstwahrnehmung, sein Selbstwertgefühl oder sein Rollenverhalten)

Eine Bank zum Stillen im öffentlichen Raum, ein Hijab für den Leistungssport, ein Fahrradsattel, der die Prostata entlastet, ein rauchender Paffprotz und ein qualmendes Dämchen, Blau bevorzugt der Junge und Rosa liebt das Mädchen? Was hat Gender mit Design zu tun?

Was bedeutet es, genderspezifisch, -sensibel oder gar -blind zu gestalten? Fest steht: Neutrale Dinge gibt es nicht.

Auf vielfältige und kritische Weise gibt das Nachdenken über Gender im Design Antworten auf die immer noch offene Frage »Wie wollen wir leben?«. Diese Frage war schon am Bauhaus und an der ehemaligen HfG Ulm hochaktuell. Die Gute Form und der Funktionalismus der Nachkriegsgesellschaft waren die Antworten ihrer Zeit. Doch die Zeiten ändern sich und mit ihr Rollen- und Berufsbilder, Zielgruppen, Gestaltungsgrundsätze und -lösungen.

Eine Gestaltung »für alle«: Was bedeutet das heute? Mehr denn je ist es an der Zeit für eine umfassende Ausstellung, die diese Frage mit der alle Menschen persönlich betreffenden Kategorie Gender und den sie umgebenden Dingen verbindet. Anhand von kritischen, spielerischen, innovativen und provokanten Lösungen der angewandten Designforschung sowie von historischen und zeitgenössischen Positionen lädt die Ausstellung „Nicht mein Ding – Gender im Design“ als Ort zur lebendigen Auseinandersetzung damit ein.

Das HfG-Archiv Ulm schrieb unter dem Fokus Gender Design 2018 zum ersten Mal ein Designer-in-Residence-Programm aus. Die kanadische Designerin Olivia Daigneault Deschênes (*1993) wohnte und arbeitete während ihres dreimonatigen Stipendiums auf dem HfG Campus.

Weitere Kooperationen fanden mit dem Aicher-Scholl-Kolleg (vh ulm) und der Realschule Dornstadt statt. Die Resultate dieser Projekte bieten gemeinsam mit den Exponaten aus den 1950er und 1960er Jahren und den ihnen gegenübergestellten zeitgenössischen Positionen aus der Design- und Alltagswelt einen abwechslungsreichen Rundgang zum Nachdenken über Gender im Design.

Zeitweise stellt der Projektraum die »PUTTE« fotografische Arbeiten von Juliane Peil aus: Ihre Streifzüge durch urbane Räume der Zweilandstadt Ulm / Neu-Ulm bieten Perspektiven auf die Relation von »Gender – Space – Architecture«.

 

Eröffnung: Do 14.02.19 | 19.00 Uhr
in der Mensa des HfG-Gebäudes
Begrüßung Iris Mann Bürgermeisterin für Kultur, Bildung und Soziales, Ulm Dr. Martin Mäntele Leitung HfG-Archiv Ulm
Poetry Slam Svenja Gräfen, Schriftstellerin, Leipzig/Berlin
Einführung Katharina Kurz Kuratorin Ausstellung und Pia Jerger Kuratorin Vermittlung

Leihgaben und Schenkungen für die Ausstellung hat das HfG-Archiv erhalten von:
Vitra Design Museum(Weil am Rhein); Herr Zopfs Friseurmuseum (Neu-Ulm); Kai-Alexander Gehrmann (attoma GmbH, Berlin); Robert Bosch GmbH (Stuttgart); Nike Deutschland GmbH (Berlin); Uta Brandes (Köln) und Jaqueline Diedam (Köln); Michelle Christensen und Florian Conradi (Berlin); SQlab GmbH (Taufkirchen); Ivana Preiss und Filip Vasić ( 52hours, Prag, Tschechien); Daniel Utz und Benedikt Groß (HfG Schwäbisch Gmünd); Bingyan Liu (Neuötting); Domenique Gehrke (Köln);JeongMee Yoon (Seoul, Südkorea), Birgit Weller und Katharina Krämer (Berlin / Hannover); Emma Börjesson (Halmstad, Schweden); Karin Ehrnberger (Stockholm, Schweden); Alicia Shao, Paul Guddat und Matthias Grund (Köln); Silva Baum, Claudia Scheer und Lea Sievertsen ( notamuse, Hamburg / Berlin); Saana Hellsten (studioHelsinki, Finnland); Zuzanna Kozerska-Girard ( Playeress, Warschau / Polen), Sandra Reckers (Schorndorf) , Elvie (London, United Kingdom)

Gefördert wurde das HfG-Archiv von:
Playwood
lab.Bode
Stiftung Verschwörhaus
Putte
LOGOS

 

 

 

 

 

Pressespiegel:

Die Ausstellung _Nicht mein Ding_ in Ulm_ Was hat Gender mit Design zu tun_Kunscht!_SWR.de

Nicht mein Ding – Gender im Design_Wie Designer am Gender-Bild herumbasteln SWR

Ulm_ Design zwischen alten Klischees und neuen Konzepten – Augsburger Allgemeine (2)

Pinke Puppe und blauer Bär

Tipps und Termine_ Wohin am Wochenende_

Regio TV Schwaben — Ulm_ Kritische Kunstausstellung über die Gender-Frage

Ausstellung „Gender im Design“ in Ulm_ Männliche Stühle für echte Männer – Kultur – Stuttgarter Nachrichten

Ausstellung „Gender im Design“ in Ulm_ Männliche Stühle für echte Männer – Kultur

Design-Ausstellung – Wo die Höllen rosa sind – Kultur

Seiten aus Fernausgabe-19.02.2019

Süddeutsche Zeitung 19 02 19

HfG-Archiv_ Ausstellung zu „Gender im Design“ im HfG-Archiv _ Südwest Presse Online

PlayWood_Nicht mein Ding – Gender im Design_17042019