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Am Hochsträß 8, 89081 Ulm

Mo: geschlossen | Di – Fr: 11–17 Uhr | Sa–So, feiertags: 11–18 Uhr | Sa 25.7. geschlossen

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Aktuelles

HfG-Archiv unter Corona-Bedingungen

Das HfG-Archiv ist wie folgt geöffnet:

Dienstag bis Freitag: 11 – 17 Uhr
Samstag, Sonntag und Feiertage: 11 – 18 Uhr

Wir freuen uns auf Ihren Besuch, und würden Sie bitten eine entsprechende Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen sowie die Abstandsregelungen einzuhalten.

Eine vorherige Anmeldung ist nicht notwendig.

Achtung! Schließtage im Juli

Am Samstag, den 11. Juli 2020 und am Samstag, den 25. Juli 2020 bleibt das HfG-Archiv wegen Personalmangels geschlossen.

Wir danken Ihnen für Ihr Verständnis.

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Design-Objekte aus dem 3D-Drucker

HNU kooperiert mit HfG-Archiv Ulm

Im Wintersemester 2019/2020 erarbeiteten Studierende der Hochschule Neu-Ulm in Zusammenarbeit mit dem Logistik Labor der Hochschule Neu-Ulm, Forscher*innen des Hochschulverbundes InnoSÜD an der Hochschule Neu-Ulm und dem HfG-Archiv / Museum Ulm Lösungsvorschläge, um mit Hilfe eines 3D-Druckers Kopien der empfindlichen Originale aus der musealen Sammlung herzustellen. Die Ergebnisse präsentieren die Studierenden auch in einem Video.

Die Herausforderung für die drei Teams mit insgesamt 13 Studierenden bestand darin, die komplexen Formen zunächst zu verstehen, um sie dann zu reproduzieren. Zu diesem Zweck wurden zuerst 3D-Scans erstellt. Auf Grundlage dieser Daten entstanden die 3D-Drucke. Nach dem Entgraten und Schleifen konnten diese mit den Originalen verglichen werden. Gerade im Fall der Nicht-orientierbaren Fläche, die Ulrich Burandt im Grundlehre-Unterricht bei Tomás Maldonado erarbeitete, ist es nun möglich, die komplexe Form in die Hand zu nehmen und durch Berühren und Tasten besser zu verstehen.

Diese drei Modelle galt es umzusetzen: die nicht-orientierbare Fläche von Student Ulrich Burandt, 1956/57; ein Gipsmodell für das Milchkännchen des Geschirrs TC 100, das Hans (Nick) Roericht 1958/59 entwarf sowie Elemente von gitterorientierten Schalenflächen, nach Walter Zeischegg, ca. 1963-65.

Von der HNU leitete Prof. Dr. Oliver Kunze die Studierenden an, Jasmin Al-Kuwaiti vom HfG-Archiv war für die Aufgabenstellung und den reibungslosen Austausch verantwortlich. In der praktischen Ausführung wurden die Studierenden von Dr. Galiya Klinkova, Fabian Frommer und Vitalij Fehr angeleitet. Unterstützt wurde die Kooperation auch vom Hochschulverbund InnoSÜD, der sich dem Wissens- und Technologietransfer widmet. Das Logistiklabor will diesen Transfer als sogenanntes „Open Lab“ ermöglichen, indem es seine Türen öffnet für Studierende, Unternehmen und Einrichtungen aus der Region.

Die Studierenden experimentierten mit verschiedenen 3D-Druck-Technologien: Dem sogenannten Fused Deposition Modeling (FDM), der Stereolithography (SLA) und dem Selective Laser Sintering (SLS). So entstanden für jedes Objekt mehrere Nachdrucke.

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„Nicht mein Ding Gender im Design“

Eine Bank zum Stillen im öffentlichen Raum, ein Hijab für den Leistungssport, ein Fahrradsattel, der die Prostata entlastet, ein rauchender Paffprotz und ein qualmendes Dämchen, Blau bevorzugt der Junge und Rosa liebt das Mädchen?

Was hat Gender mit Design zu tun? fragte eine Ausstellung im Jahr 2019 im HfG-Archiv. Was bedeutet es, genderspezifisch, -sensibel oder gar -blind zu gestalten? Fest steht: Neutrale Dinge gibt es nicht.

Auf vielfältige und kritische Weise gibt das Nachdenken über Gender im Design Antworten auf die immer noch offene Frage »Wie wollen wir leben?«. Diese Frage war schon am Bauhaus und an der ehemaligen HfG Ulm hochaktuell. Die Gute Form und der Funktionalismus der Nachkriegsgesellschaft waren die Antworten ihrer Zeit. Doch die Zeiten ändern sich und mit ihr Rollen- und Berufsbilder, Zielgruppen, Gestaltungsgrundsätze und -lösungen.

Die Publikation zur Ausstellung ist im HfG-Archiv sowie bei der avedition Stuttgart erhältlich.

Bestellen kann man das Buch für 29 € über den Shop des Museum Ulm unter: https://museumulm.de/museum/museumsshop/.

Eine Vorschau des Buches findet sich hier.